Kein Ortsvorsteher für Oberbrügge

Die Verwaltung hat dem Rat empfohlen unseren Antrag abzuweisen. Die Fraktionen der SPD, der UWG und der Grünen sind dem gefolgt.
Es wird keinen Ortsvorsteher in Oberbrügge geben.
Die Ablehnung unseres Antrages wurde unter anderem mit einer zu erwartenden Spaltung unseres Stadtgebietes begründet.
Wir sehen diese Gefahr nicht. Vielmehr wäre ein Ja zu einem Ortsvorsteher in Oberbrügge ein anderer und ein neuer Weg, den die Politik in Halver beschreiten könnte, um dem bürgerlichen Engagement Bedeutung zu verschaffen.
Es gibt sie – engagierte Bürger –, die sich unabhängig ihrer politischen Ausrichtung gemeinsam für ihren Ortsteil Oberbrügge in einem Aktionsbündnis einsetzen.
Wir haben deren Wunsch, aus ihrer Mitte heraus einen Ortsvorsteher zu wählen, gerne aufgegriffen.

In unseren Gesprächen in Oberbrügge ist von Seiten der Bürger ganz klar gesagt worden, dass man sich ein Ehrenamt wünscht, das sämtliche Aktivitäten in Oberbrügge und Ehringhausen koordiniert und bündelt. Dass man sich eine Person wünscht, die niedrigschwellig als Ansprechpartner für alle Oberbrügger und Ehringhauser zur Verfügung steht.
Es ist nicht Populismus, wie in letzter Zeit hier und da zu lesen war, dass die CDU diesen Wunsch aufgreift. Wir dagegen glauben es ist unsere Aufgabe als Kommunalpolitiker, sich für die Interessen der Bürger einzusetzen und diese auch zu vertreten.
Die Verwaltung bewertet dieses Ehrenamt als überflüssig.
Stadtverordnete und sachkundige Bürger könnten jederzeit als Ansprechpartner vor Ort fungieren.
Betrachtet man nun aber den zweitgrößten Siedlungsschwerpunkt unseres Stadtgebietes,
so sind dort nicht viele dieser Ansprechpartner, die dort wohnen müssten, auszumachen.
2.200 Oberbrügger verfügen über einen Stadtverordneten der CDU, über je einen sachkundigen Bürger der SPD, der UWG und der FDP und über keinen Vertreter der Grünen.

Parallel dazu hat sich aber ein breites und parteiunabhängiges Engagement entwickelt. Diesen Einsatz für den Ortsteil Oberbrügge/Ehringhausen wollten wir stärken. Leider hat sich dafür keine Mehrheit im Rat gefunden.